
3 Uhr nachts. Ich hatte starke Schmerzen im Magen. Noch bedenklicher war jedoch, dass ich nur sehr schwer atmen konnte. Ich bekam fast keine Luft. Nach drei Tagen mit Atemschwierigkeiten war es mir nun nicht einmal mehr möglich zu schlafen. Ich brauchte Hilfe.
Ich ging zu meiner Nachbarin und klopfte an ihre Tür. Als sie mir die Tür aufmachte, sagte ich ihr: “Ich kann nicht atmen, kannst du bitte ein Krankenwagen rufen?”
Sie lachte. Das war ihre erste Reaktion. Bestimmt hatte sie nicht erwartet, dass jemand um 3 Uhr in der Nacht mit einem halben Lächeln sowas sagen konnte.
Ich selbst fande meinen Zustand nämlich (seltsamerweiser) etwas amüsant.
Ich saß (wartend) auf einem Stuhl in meinem Zimmer und kurze Zeit später kam der Krankenwagen. Zwei Männer und eine Frau standen vor mir. Mein Französisch war noch nicht gut, aber zumindest konnte ich etwas verstehen und antworten.
Ein Mann fragte: “Was ist passiert? Hast du was schlechtes gegessen?” – “Honig“, sagte ich. “Nachdem ich einen Löffel Honig vor drei Tagen zu mir genommen habe, sind diese Syntome aufgetreten bis ich nicht mehr atmen konnte.” Der Arzt schaute verzweifelt seinen Kollegen an und fragte weiter: “Hast du nicht vielleicht Pilze aus dem Wald gegessen?”
Die Frage war logisch. Ich saß vor ihnen und ab und zu Mal lachte ich. Wahrscheinlich dachten sie, ich hätte halluzinogene Pilze gegessen und stand jetzt unter ihrer Wirkung.
Aber ich lachte aus einem viel einfacheren Grund, denn ich konnte selber nicht glauben, in welcher Situation ich mich befand:
3 Uhr nachts mit unglaublichen Schmerzen im Bauch und schwerer Atemnot.
Ich verstand einfach nicht, was mit meinem Körper passierte. Das Lächeln war scheinbar ein natürlicher Ausdruck meines Körpersystems, um den Surrealismus des Moments auszuhalten. Es war, als ob mein Geist sich vom Schmerz des Körpers trennen wollte. In diesem Zustand fand der Geist witzig, wie der Körper reagierte, was die Ärzte fragten, was ich antwortete und wie meine Nachbarin von meinem Lächeln angesteckt wurde.
Es war das erste Mal in meinem Leben, dass ich meinen Körper nicht als “meinen eigenen” wahrnahm. Das allgemeine Gefühl übermittelte mir die klare Information, dass ich nicht dieser leidende Körper war, sondern ein Bewusstsein, das zwar mit dem Körper verbunden ist, das Leiden des Körpers dieses Bewusstsein jedoch nicht bedingt.
Ich beobachtete, wie mein Körper Schwierigkeiten hatte “richtig zu funktionieren”, aber ich war überraschenderweise nicht damit identifiziert.
Sie brachten mich später ins Krankenhaus und dort litt ich doch noch. Nicht wegen der Schmerzen oder der Atemnot – diese Symptome wurden durch Pillen schon gelindert – sondern aufgrund der Baustelle im Nebenzimmer, die überlaut war. Zumindest war das der Eindruck für meine Ohren.
Ich lachte nicht mehr. Jetzt war die Situation nicht mehr lustig: ich war allein in einem weißen Zimmer, vier Tage nach meinem Ankommen in der Bretagne. Daneben bohrte jemand in eine Wand und ich fühlte mich seelisch nicht sehr geschützt. Eher fühlte ich mich jetzt, als wäre ich wieder voll in meinem Körper und das Zimmer sah aus und klang wie eine Reparatur-Werkstatt. Ich war ein Objekt, eine materielle Hülle, die repariert werden sollte.
Nach einer zweiten Begutachtung von den Krankenschwestern und nach einem angenehmen Gespräch mit einem Arzt, der ein wenig Englisch konnte, ging ich in das Wartezimmer bis mein Chef mich nach 2 Stunden vom Krankenhaus abholen kam.
Mir wurde empfohlen, insgesamt 4 Pillen nach dem Aufstehen und 4 vor dem Schlafengehen zu nehmen. In der ersten Nacht nahm ich die 4 Pillen, aber etwas in mir lehnte es ab, weiter wie eine Maschine behandelt zu werden. Ich wollte nicht mehr funktionieren, sondern gesund sein.
Ich nahm mir vor, ab dem nächsten Tag keine Medikamente mehr zu nehmen. Stattdessen würde ich jeden Tag früh meditieren, Yoga machen und aufhören, Fleisch und Fisch zu essen.
Nach einem Tag ging es mir deutlich besser und nach zwei Tagen fühlte ich mich voller Kraft und Positivität. Ich würde sogar sagen, dass ich mich in so einem Zustand bisher selten befunden hatte. Ich war klar im Kopf – weniger Gedanken… Das ermöglichte etwas, das ich bisher nicht kannte. Es fühlte sich an, als ob eine höhere Intelligenz und Weisheit durch mich agieren konnte. Und es schien nicht wie eine hochesoterische, komplizierte Sache. Eher empfand ich es so, als wäre jetzt einfach genügend Raum zwischen meinen alltäglichen Gedanken, so dass sich diese höhere Intelligenz manifestierte.
Das Gefühl war, dass mein Leben ruhiger wurde und ich selbst leichter, als ob sich mein Körper bewegte, ohne viel Kraft zu benötigen.
Letzten Endes fügen sich viele Ergebnisse in einen Fakt zusammen: in uns gibt es eine Kraft und diese Kraft hilft uns zu heilen. Aber noch wichtiger ist zu wissen, dass diese Kraft, durch die wir eine körperliche Beschwerde überwinden können, uns zeigt, dass Heilung jenseits unseres gewöhnlichen Konzepts des Krank- und Gesundseins liegt und darüber hinaus geht. Diese Kraft und Intelligenz zeigen uns, dass wir mehr sind als wir denken. Sie hilft uns nicht, zu funktionieren, sondern zu leben, um Glückseligkeit zu erleben. Und, ganz praktisch gesehen, scheint diese Kraft nicht von äußeren Ereignissen abhängig zu sein oder aus einem machtvollen Gott zu kommen. Seit diesen Erfahrungen, nehme ich diese Kraft als meine eigene Essenz wahr, eine Quelle zur Weisheit und Liebe, die eine Verbundenheit zu Allem (oder: Verbundenheit von Allem mit Allem) ermöglicht.
Seit dieser Zeit habe ich keine Pille mehr genommen und bin bei keinem Arzt mehr gewesen. Ich betrachte Ärzte und alle Gesundheitsforscher mit großem Respekt und mit Ehre, aber auch in späteren Fällen, in denen ich Hilfe gebraucht habe, habe ich mich für das Vertrauen an die eigene Selbstheilungskraft entschieden.
Manchmal habe ich mich zur Unterstützung an Heilern gewendet, wenn ich selbst nicht in der Lage war, dieses heilende Licht und die Weisheit von alleine zu erkennen.
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